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AKS

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Stilrichtungsreferent AKS


Andreas Modl

Bödexer Tal 82
"Altes Forsthaus"

37671 Bödexen
Tel./Fax: 05277/952968
mobil: 0172/5611571

email: aks_germany@yahoo.de



American Karate System
(Chi Do Kwan Karate Do)

Aus Martial Arts Wikipedia

American Karate System

Herkunft
Vereinigte Staaten, 1960er

Begründer
Ernest Lieb

Ursprungsstile
Taekwondo, Karate, Quanfa, Hapkido, Aikido, Judo, Kobudo, Jujutsu

Das American Karate System, kurz AKS, ist eine von Ernest Lieb begründete, amerikanische Stilrichtung des Karate.

Lieb entwickelte in den 1960ern diesen Stil unter dem Namen American Ji-Do-Kwan System als Symbiose verschiedener Kampfkünste. 1973 erhielt das System anlässlich des jährlichen Sommerlehrgangs in Muskegon, Michigan, seinen endgültigen Namen American Karate System. Die Techniken wurden aus verschiedenen Kampfsystemen entnommen, wie z. B. Karate, Taekwondo, Jujutsu, Judo, Aikido, Quanfa, Hapkido und Kobudo. Des weiteren enthält das AKS, begünstigt durch die Militärlaufbahn Liebs, eigene Techniken, die zum Teil aus dem Arsenal des militärischen Nahkampfes sowie dem des zivilen Polizeibereiches stammen. Das System verfügt daher über eine ausgeprägte Spannweite im Bereich der Selbstverteidigung. Es besitzt eigene Katas, sowohl mit als auch ohne Waffen. 1997 wurde AKS als Stilrichtung in den Karate Verband Niedersachsen (KVN) und später in den Deutschen Karate Verband (DKV) aufgenommen.

AKS in den USA

Danträger in den USA
Die ranghöchsten Danträger des AKS sind derzeit der Chief Instructor Michael Sullenger (9. Dan) und Frederic Reinecke sowie Dave Thomas (beide 8. Dan). Weitere hohe US-amerikanische Danträger sind Allen Horton (7. Dan), Tom Twining (7. Dan), Robert Debelak (6. Dan), John Folsom (7. Dan), Larry Malo (6. Dan), Guessler Normand (6. Dan), Virgil Perkins (6. Dan), Steve Thurkettle (6. Dan) und Roger Wenzel (6. Dan). Im Jahr 2006 starben mit Ernest Lieb (10. Dan) und Charles Krum (5. Dan) zwei hochgraduierte Vertreter des AKS.

AKS in Deutschland
1980 gründete US-Offizier Robert Debelak zusammen mit Michael Sullenger den Hessian Karate Club und führte das AKS damit in Deutschland auch für Zivilisten ein. Nach Abzug der US-Soldaten übernahm Andreas Modl die Aufgaben als European Director von Debelak in Deutschland. 1997, im Rahmen eines Trainingslagers in Spanien, überzeugten sich Dieter Mansky (Shotokan) und Heinrich Reimer (Wado-Ryu) bei einer AKS-Danprüfung vom Umfang des AKS, welches noch im selben Jahr im Karate Verband Niedersachsen als Stilrichtung aufgenommen wurde.

Danträger in Deutschland
In Deutschland sind Andreas Modl und Heinrich Reimer (beide 7. Dan) die ranghöchsten Vertreter des AKS. Die nächsthöheren Danträger sind Frank Siegmund (5. Dan), Jacqueline Modl (4. Dan), Andreas Kunze (4. Dan) und Jens Uwe Frank (3. Dan). Eine Liste aller Danträger findet man auf der offiziellen Webseite von AKS Germany (siehe unten). Erwähnenswert ist, dass alle Danträger des AKS bis auf eine Ausnahme auch Dangrade in anderen Kampfkünsten inne haben.

Training
Die Techniken des amerikanischen und des deutschen AKS unterscheiden sich im wesentlichen darin, dass die amerikanischen Techniken eher vom Taekwondo und vom Shotokan Karate beeinflusst sind, während der deutsche Ableger Techniken des Wado-Ryu bevorzugt. Im folgenden sind die Techniken des deutschen AKS beschrieben.

Kihon (Grundtechniken)
Die Grundtechniken des AKS sind denen des Wado-Ryu sehr ähnlich. Es werden auch die Begriffe des Wado-Ryu benutzt (z. B. Jun-Zuki statt Oi-Zuki). Zusätzlich zu den klassischen Wado-Ryu-Techniken gibt es im AKS jedoch zusätzliche Techniken, die trainiert und geprüft werden; dies sind vor allem Fußtechniken.

Renraku-Waza (Kombinationen)
Prüflinge müssen ab dem 8. Kyu Kombinationen aus den Kihontechniken vorführen. Diese sind im Prüfungsprogramm vorgeschrieben und beinhalten zwei bis vier Techniken. Bei der Prüfung zum 2. Kyu darf der Prüfling selbst eine Kombination bestehend aus mindestens sechs Techniken wählen. Ab dem 1. Kyu muss die gezeigte Kombination mindestens acht Techniken umfassen.

Nage-Waza (Wurftechniken)
Im AKS gibt es nur zwei festgeschriebene Würfe: den O-Goshi und den Seoi-Nage, die bei der Prüfung zum 6. Kyu vorgeführt werden müssen. Ab dem 5. Kyu wird nur noch eine bestimmte Anzahl an Würfen verlangt; es ist aber nicht mehr vorgeschrieben, welche dies sein müssen. Bei den Wurftechniken wird nur zwischen Halb- und Vollwürfen unterschieden. Bei Halbwürfen bleibt ein Bein des Geworfenen während der Ausführung am Boden (z. B. Irimi-Nage, Ashi-Barai), während der Geworfene beim Vollwurf vorübergehend jeglichen Bodenkontakt verliert (z. B. O-Goshi, Tomoe-Nage).

Tai Sabaki
Die Ganzkörperbewegung (Tai Sabaki) ist eine Schlüsselbewegung im AKS. Sie ermöglicht es, möglichst schnell eine andere Position zum Gegner einzunehmen. Ausgeführt wird der Tai Sabaki ähnlich wie im Aikido.

Katas (Formen)
Wie in den meisten anderen Karatestilrichtungen auch gibt es im AKS mehrere Katas. Für Prüfungen ist hierbei erwähnenswert, dass es auch sog. "Altersformen" gibt. D. h. dass Prüflinge, die aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen z. B. keine Jodan-Fußtechniken oder Sprünge ausführen können, diese Techniken durch Ersatztechniken austauschen können. Eine Besonderheit ist auch, dass der Prüfling ab dem 1. Kyu eine Kata eines anderen Karatestils vorführen muss.

Schülerkatas
Die sechs Schülerkatas des AKS stehen zwischen den Heian- und Pinan-Katas. Diese Beschreibung kommt den Abläufen am nächsten, denn das Embusen in H-Form und viele der einzelnen Techniken sind auch in den AKS-Schülerkatas wiedererkennbar. Die Namen der Schülerkatas lauten (in Klammern die Namen der Katas auf Englisch):

8. Kyu: Taeyoko (H-Pattern)
7. Kyu: Shodan (Tiger 1)
6. Kyu: Nidan (Tiger 2)
5. Kyu: Sandan (Tiger 3)
4. Kyu: Yodan (Tiger 4)
3. Kyu: Godan (Tiger 5)

Meisterkatas
Die sechs Meisterkatas sind Eigenkreationen von mehreren hohen Danträgern. Diese Katas sind jedoch im Gegensatz zu den Schülerkatas nicht mit Formen einer anderen Karatestilrichtung vergleichbar. Zu den AKS-Meisterkatas gehören (in Klammern die Namen der Katas auf Englisch):

2. Kyu: Kema (Kema), ersatzweise auch Naihanchi oder eine der Tekki-Katas
1. Kyu: eine Kata aus dem bisherigen Prüfungsprogramm
1. Dan: Neko Shodan (Cat 1), entwickelt von Michael Sullenger
2. Dan: Neko Nidan (Cat 2), entwickelt von Robert und Mary Anne Nicholson
3. Dan: Neko Sandan (Cat 3), entwickelt von Babis Polychronopoulos
4. Dan: Neko Yodan (Cat 4), entwickelt von Tom Twining
5. Dan: Neko Godan (Cat 5), entwickelt von Andreas Modl

Waffenkatas
Außerdem gibt es im AKS diverse Waffenkatas mit Bo, Tonfa, Sai, Hanbo und Bokken. Bei höheren Gürtelprüfungen (ab dem 2. Kyu) wird vom Prüfling eine Waffenkata verlangt, die dieser frei wählen kann. Dabei kann der Prüfling sowohl eine AKS-Waffenform, eine selbst erstellte Form oder auch eine Kata eines anderen Stils vorführen (wie z. B. die 31-Jo-Kata aus dem Aikido).

Fallschulkata
In der Fallschulkata kommen alle üblichen Formen des Fallens vor. Dazu zählen die Rolle vorwärts und rückwärts, der seitliche Fall, der Sturz vorwärts und rückwärts, der sog. "Durchschlag" und die Flugrolle. Jede dieser Fallübungen wird nach Möglichkeit einmal links und einmal rechts herum ausgeführt. Des weiteren wird sie in zwei Versionen geübt – sportlich und traditionell. Bei der sportlichen Version springen die Übenden zum Teil extrem hoch, während die traditionelle Version aus dem Kniestand ausgeführt wird.

Traditionelle Kumiteformen
Als Pendant zum Shotokan Gohon-Kumite und dem Wado-Ryu Ohyo- bzw. Kihon-Kumite gelten im AKS die traditionellen Kumiteformen. Dabei kommt es nicht auf den Selbstverteidigungswert der ausgeführten Techniken an, sondern viel mehr auf die korrekte und saubere Ausführung und die dabei gezeigte Konzentration und die Wachsamkeit (Zanshin). Die traditionellen Kumiteformen können vom Prüfling frei gewählt werden. Häufig finden dabei die Ohyo- und Kihon-Kumiteformen des Wado-Ryu Anwendung. Jedoch können auch Formen aus anderen Stilen (wie z. B. dem Shotokan) benutzt werden.

Selbstverteidigung
Die Selbstverteidigung ist die Hauptkomponente des AKS. Hierzu zählen Schlag- und Trittangriffe, Umklammerungen, Würgeangriffe, Handgelenksfassen, Reversfassen, Angriffe mit Waffen, Angriffe am Boden oder gegen die Wand. Im Prüfungsprogramm darf sich ohne Regeln – wie in der Realität – gewehrt werden; d. h. mit Schlägen, Tritten, Hebeln, Würfen, Würgern wie auch mit Waffen und Alltagsgegenständen. Dies hat zur Folge, dass in Prüfungen Gegenstände wie Gürtel, Kugelschreiber, Kaffeebecher, Motorradhelme oder Bierkisten zum Einsatz kommen.



Quelle: Wikipedia



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