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Goju Ryu

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Stilrichtungsreferent GOJO RYU


Wilfried Nickel

Krumme Masch 28
30926 Seelze

Tel.: 05137/5264



Goju-Ryu Karate
Aus Martial Arts Wikipedia



Goju-Ryu Karate

Herkunft Japan, 20. Jh.

Begründer Chojun Miyagi

Ursprungsstile
Karate, Quanfa



Goju-Ryu Karate ("Hart-Weich-Stil") ist eine Stilrichtung des Karate mit lang zurückreichender Tradition, die starke Elemente des ursprünglichen chinesischen Boxens des 17. bis 19. Jahrhunderts enthält. Der Name Goju-Ryu wurde von Chojun Miyagi gewählt. Miyagi bezog sich bei der Auswahl des Stilnamens auf das lange Zeit geheim gehaltene Bubishi, in dem eine der Acht Regeln des Faustkampfes da lautet: "Alles im Universum atmet hart und weich."

Technik
Beim traditionellen Goju-Ryu werden Verteidigungs-, Angriffs- und Meidbewegungen mit allen Teilen des Körpers verbunden mit Fuß- und Körperbewegungen Tai Sabaki in defensiven und offensiven Manövern im unbewaffneten Nahkampf eingesetzt. Die expliziten Bewegungsmuster des traditionellen Karate wurden in zahlreichen Katas überliefert. Einige dieser Kata sind nachweislich mehrere hundert Jahre alt (z. B. Sanshin) und sind als lebendig erhaltenes Kulturgut zu betrachten. Katas sind das Herz der Technik des Karate.

Training
Das Training selbst setzt sich aus verschiedenen unterstützenden (Makiwara, Krafttraining), athletischen und stiltechnischen (Kihon, Kata, Kumite) Übungen zusammen, begonnen und beendet mit Reigi (??, Höflichkeit, Anstand, Benehmen). Die erforderliche Disziplin beim Training hat auf der einen Seite einen selbstdisziplinierenden Effekt, auf der anderen Seite ist sie wichtige Voraussetzung für die Sicherheit beim Training mit Partnern.

Im Goju-Ryu wird auch der Atmung, die Ibuki oder Ikibuki genannt wird, besondere Aufmerksamkeit gewidmet; genauer gesagt der Koordination der Atmung mit den Bewegungen, was v.&nbsp,a. in den Heishu-Kata Sanshin und Tensho vermittelt wird.

Neben den "harten" Tritt- und Schlagtechniken, werden im Gegensatz zu anderen Karatestilen seit jeher auch vermeintlich "weiche" Techniken, wie Würfe, Würgegriffe, Arm- und Beinhebel, Haltegriffe und Bodenkampf gelehrt. Eine weitere Spezialität sind die sog. "Klebenden Hände" (jap. Kakie), eine sehr effektive Grapplingübung.

Kata
Die Katas im Goju-Ryu zeichnen sich durch dynamische, kreisförmige Bewegungen und durch einen stabilen Stand aus. Es werden Katas der geschlossenen und der offenen Hand (Heishu- und Kaishu-Kata) unterschieden. "Hand" ist hier nicht wörtlich zu verstehen, gemeint ist der Körperschwerpunkt im Unterleib als Sitz der menschlichen Energie (jap. Tanden).

Taikyoku Shodan
Gekisai Dai Ichi
Gekisai Dai Ni
Saifa
Sanseru
Seiyunchin
Shisochin
Seisan
Sepai
Kururunfa
Suparinpai
Sanshin
Tensho

Heishu und Kaishu
Heishu und Kaishu sind zwei wichtige Konzepte des Goju-Ryu. Hei bedeutet hier "geschlossen", Kai bedeutet "geöffnet", Shu bedeutet "Hand". Die wörtliche Übersetzung lautet also wie folgt:

Heishu – geschlossene Hand
Kaishu – offene Hand
Der Begriff "Hand" ist jedoch nur symbolisch zu verstehen. Tatsächlich beschreiben diese beiden Begriffe eigentlich den Spannungszustand der Muskulatur sowie die Funktion der Gelenke in der Ausführung der Kata.

In Heishu-Katas wird eine gleichmäßig große Spannung über die ganze Ausführung der Kata hindurch beibehalten, während die Gelenke dabei eher "eingerastet" bewegt werden. Die Atmung gehört dazu und begleitet die ganze Bewegung. Diese Katas werden mitunter auch "isometrische" oder "isokinetische" Katas genannt.

In Kaishu-Katas ist die entscheidende Spannung nicht in der Bewegung als solches, sondern lediglich im Kime-Punkt.

Goju-Ryu in Deutschland
Als Wegbereiter für das Goju-Ryu in Deutschland gilt Fritz Nöpel.






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